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Scholastikastrasse

Lärm und Rauch vertrieben die Nonnen

Der klägliche Standort dieses Bildstocks lässt kaum für möglich halten, dass sich hier der Altar der Kirche des einstigen Klosters St. Scholastika befand. Bis 1905 stand hier ein grosser Klosterbau mit Türmchen, Mauer und Kapelle, auch das Gebiet südlich davon mit Obstgärten und Wiesen gehörte zum Kloster. Es war 1613 für Waldschwestern gebaut worden. Eisenbahnlärm und der Rauch von Dampflokomotiven ab 1856 zwangen die Nonnen zum Wegzug und 1905 zum Bau eines neuen Klosters in Tübach. Das Klostergut in Rorschach kaufte Franz Hättenschwiler (1860−1937), der 1906 nach dem Abbruch aller Gebäude den Bildstock mit dem Bild der heiligen Scholastika zur Erinnerung bauen liess. Erst 1945 anerkannte sein Sohn Franz Hättenschwiler für die Kirchgemeinde das Recht auf Bestand dieses Bildstocks grundbuchamtlich.

Mit offenen Armen

Hier ist ein Platz, an dem vor vergangener Zeit viel
gebetet wurde.
Mit offenen Armen lassen wir uns ein auf Gottes Geist:
dass er uns mit seiner Kraft belebe,
uns in unserer Unsicherheit führe,
offen macht, für das, was gerade nötig ist.
Stärke in uns den Glauben an das Gute im Menschen.
Mit offenen Armen lassen wir uns ein auf Gottes Geist.