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Wegkreuz Hinterhof Untereggen

Sühne für ein Hexenurteil

Als Sühne für den Tod einer vermeintlichen Hexe stehen zwei Kreuze im Hinterhof. Beim letzten St. Gallischen Hexenprozess wurde 1745 die ehemalige Pfarrköchin Margaretha Suser zum Tode durch Enthauptung verurteilt. In den Jahren nach ihrem Tod sollen Unteregger, wegen ihrer Aussagen im Prozess von schlechtem Gewissen geplagt, an diesem Standort ein Sühnekreuz aufgestellt haben. Ein Sturm zerstörte es 1916. Ein danach neu geschaffenes Eisenkreuz wurde 1951 südlich von hier in eine Wiese unter dem Waldrand versetzt (siehe Bilder). Daraufhin liess Pfarrer Kuster 1955 hier wieder ein Holzkreuz mit Dach aufstellen. Es wurde um 1980 durch ein Kreuz aus Eibenholz ohne Dach ersetzt. Das heutige Kreuz aus Eichenholz steht hier seit 1999.

Das Kreuz

Ur-Symbol des Menschen
bei seinem Sehnen und Suchen
nach Heil und Heilung
mit Blick in alle Richtungen
— kreuzförmig
durch die Jahrtausende

bis hin zu jenem Kreuz von Golgota
das sich zeigt und offenbart
— als Sieg in der Niederlage
  Licht aus der Finsternis
  Leben im Tod
  Ostern

für jeden Menschen
und die gesamte Schöpfung
Zeichen des Glaubens, der Hoffnung
und der Liebe

selbst als Schmuckstück ist das
  KREUZ
  DEM
  M I N U S
  SEIN
  PLUS
... und mehr

Klaus Jäkel, aus: Anzeiger für die Seelsorge, Zeitschrift für Pastoral und Gemeindepraxis 6/2017